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Geschrieben von Trix am 10.02.2007 um 12:18:

  Entwurmungsmittel

Hallo Zusammen

ich habe in meiner Voliere Tiere, welche früher in Aussenvolieren gelebt haben...
Ich habe zwar noch nie Wurmbefallverdachtsfälle gehabt, aber ich denke es wäre trotzdem gut, einmal eine Prophylaktische Wurmbehandlung durchzuführen....

Kennt ihr ein gutverträgliches Entwurmungsmittel?
Es wäre toll, wenn man das Mittel übers Trinkwasser verabreichen könnte, ich möchte meine 11 nicht unnötig rausfangen...



Geschrieben von Susanne am 11.02.2007 um 09:11:

  die Natur - die Passionsfrucht

Liebe Trix

Du könntest ne Kur mit der Passionsfrucht machen.

....die Kerne werden als Wurmmittel verwendet...
(Aus: Obst, Gemüse und exotische Früchte für Papageien und Sittiche, Arntd-Verlag)

Leider steht nicht, ob hier auch die Kerne der süssen Granadilla oder die Purpurgranadilla (Kleinausgabe und ein wenig bitter) gemeint ist.
Mein Piepser steht auf die Purpurgranadilla. Die Kerne werden da gegessen. Von der süssen Granadilla, da sind die Kerne scheinbar zu kompliziert...

Da müsstest Du gucken, dass Deine Voli-Piepser aber auch davon essen Angst Und dann musst Du nicht jedes mal 11 Piepser rausfangen Grins

Grüessli, Susanne Blumenstrauss



Geschrieben von Andy am 11.02.2007 um 11:16:

 

Wie lange müsste den so eine Kur gehen...???



Geschrieben von fisch am 11.02.2007 um 13:03:

 

Hallo Trix,

prophylaktisch, also ohne Grund würde ich keine Kuren machen.
Wenn du sicher gehen möchtest, so mach eine Sammelkotprobe und lass sie unterm Mikroskop untersuchen. Dann weißt du, ob eine Wurmkur notwendig ist oder nicht.
Alternativ kann man natürlich auch selber mal ins Mikroskop gucken...Zwinker



Geschrieben von Susanne am 11.02.2007 um 13:38:

 

Lieber Sven

Und was hältst Du von der Passionsfrucht? Bringt die was? Gesund ist sie so oder so. - Dass die Kerne als Wurmmittel benutzt werden, stand nur so am Rande.

@Andy, bin gleicher Meinung wie Sven. Keine prohylaktischen Kuren. Denn nur so wenig Chemie/Anstrengung für Papagei, wie nötig. Ein gesunder Papagei braucht so Schen nicht. Und Deine sind mehr als putzmunger Grins (Mein Piepser steht auf Passionsfrucht...)

Grüessli, Susanne Blumenstrauss



Geschrieben von fisch am 11.02.2007 um 13:44:

 

Hi Susanne,

da die Frucht Nahrung ist, kann man sie ruhig geben.
Weiß allerdings nichts über eine eventuelle anti-Wurm-Wirkung.
Wenn die gefressen wird und trotzdem hilft, ist es gut, ansonsten ist sie halt nur ein Leckerbissen Zwinker



Geschrieben von Andy am 11.02.2007 um 13:58:

 

Zitat:

@Andy, bin gleicher Meinung wie Sven. Keine prohylaktischen Kuren.


Sowas habe ich auch gar nicht vor...wie kommst du darauf...???



Geschrieben von Susanne am 11.02.2007 um 15:03:

 

Wie lange müsste so eine Kur gehen?
Das war Deine Frage, Andy. Und Sven hat geantwortet, prophylaktisch, also ohne Grund würde ich keine Kuren machen.
(Hat sich aber eher auf Trix bezogen, evtl. auch auf Dich (?))

Da ist wohl ein Missunderstanding entstanden.

Tut mir Leid, war nicht Absicht Angst Oder habe ich noch ein grösseres Ghetto angerichtet?

War Deine Frage: Wie lange geht eine Entwurmungskur, wenn der Piepser wirklich Würmer hat?

Grüessli, Susanne Blumenstrauss



Geschrieben von Andy am 11.02.2007 um 15:17:

 

Zitat:
War Deine Frage: Wie lange geht eine Entwurmungskur, wenn der Piepser wirklich Würmer hat?


Ja...wie soll sonst Trix wissen wie lange sie die Kernen geben soll.
Meine haben ja keine Würmer...



Geschrieben von Susanne am 11.02.2007 um 15:33:

 

Lieber Andy

Die Passionsfrucht ist ein exotisches Obst wie Mango, Papaya & Co.
Von dem Zeugs darf der Piepser das ganze Jahr futtern, denn die Passionsfrucht ist sehr gesund. - Dass die Kernen als Wurmmittel benutzt werden, das war eine Bemerkung im Buch. - Ich verstehe das so, dass diese zur Herstellung eines Entwurmungspräparates als Hauptmittel gebraucht werden Zwinker
Selbst schliesse ich daraus, dass es für den Verdauungsapparat sicher gesund ist und den Viechern evtl. "entgegenwirken" könnten, aber ein Präparat nicht ersetzen jaja
Sven hat es gut formuliert, musst kurz nach oben scrollen, dann hoffe ich, dass sämtliche Unklarheiten beseitigt sind.

Grüessli, Susanne Blumenstrauss



Geschrieben von Tessa am 16.02.2007 um 19:08:

Achtung Spulwürmer beim Wellensittich

Ich möchte hier mal meine Erfahrungen mit meinen Wellensittichen in Bezug auf Spulwürmer schildern. Ich betone, dass ich nur über meine beiden Wellensittiche Fussel und Fienchen berichten kann und keine Erfahrung mit Großsittichen oder Papageien habe.

Mein blauer Wellensittich Fienchen würde heute ohne Wurmkur nicht mehr leben, soviel vorweg.
Als ich sie vor etwa 13 Monaten zu mir holte, machte sie von Anfang an einen nicht gesunden Eindruck. Sie war ganz anders als mein grüner Wellensittich Fussel. Sie plusterte sich auf, war überhaupt nicht lebhaft, hatte Durchfall und flog nur wenig.
Wir fuhren zum Tierarzt. Der Tierarzt konnte nichts Besonderes feststellen und wir bekamen ein Pulver (Antibiotikum), das wir ihr ins Trinkwasser mischten.
Es änderte sich aber nichts. Im Gegenteil es wurde nur noch schlimmer! Sie hatte immer noch Durchfall, plusterte, flog nur, wenn sie fressen oder trinken wollte und atmete nun auch noch schwer. Die Schwanzfedern wippten richtig mit.
Wir überlegten lange und durchsuchten Bücher über Vogelkrankheiten, nach einer Krankheit die mit den Symptomen übereinstimmte.
Die Tieräztin sprach schon von Darmtumoren und wir gaben die Hoffnung schon fast auf.
Doch eines Tages sah ich, wie eine Art Wurm aus Fienchens Popo hing. Bald lag er auf dem Käfigboden. Wir nahmen ihn raus und riefen bei der Tierärztin an.
Die bat um ein paar Stunden Zeit, da sie sich ersteinmal bei Vogelspezialisten in der Gegend erkundigen musste, wie man da behandelt, weil sie soetwas noch nie bei einem Vogel hatte.
Aber sie bestätigte uns bald, dass dies ein Spulwurm sei und wir dringend entwurmen mussten, weil der Vogel sehr verwurmt sein musste. Denn eigentlich werden tote Würmer ja verdaut.
Ihr Kollege empfahl ihr (da es noch kein spezielles Wurmmittel für Vögel gibt), eine Wurmtablette (Paracur) für 5kg Katze in 50g Wellensittich (Fussel wiegt 43g) umzurechnen.
Die Herstellung war sehr aufwändig. Wir haben lange gerechnet ( mit der Tierärztin zusammen) und die Tablette dann zerstampft und mit einer Traubenzucker/Wasserlösung vermischt (Traubenzucker, damit es besser schmeckt). Von dieser Flüssigkeit haben wir x-ml auf einer winzigen Spritze aufgezogen und auf einen Hirserispen geträufelt.
Fussel entwurmte ich auch, weil man ja nicht wusste, ob er schon Wurmeier aufgenommen hatte.
Ehrlich gesagt mussten meine Wellensittiche voher ein paar Stunden hungern, damit sie die Wurmkur auch ganz aufnahmen.
Diese Wurmkur wurde über drei Tage so gegeben, damit es zu keinem Darmverschluss durch abgestorbene Würmer kommen konnte.
Heute ist Fienchen wieder sehr lebhaft, hat keinen Durchfall mehr und erfreut sich am Leben. Aber ich bin mir ziemlich sicher, dass sie ohne Paracur heute schon gar nicht mehr am Leben wäre.
Ich frage mich, warum es kein Wurmmittel für Vögel gibt, denn ich glaube, dass viele Vögel dran sterben. In der Regel obduziert man die toten, kleinen Vögelchen ja auch nicht. Und es heißt dann oft:"Na, ja, war dann wohl ein Darmtumor."
Ich entwurme Fussel und Fienchen jetzt auch jedes halbe Jahr, da ich nicht weiß, wieviele Wurmeier und Vorstadien sich noch in diesem Vogel befinden.
Sie bekommen auch regelmäßig Möhren und Tagetes zur Vorbeugung gegen Würmer. Dies schlug uns ein erfahrener Züchter vor, der auch jedes halbe Jahr seine Vögel (auch Großsittiche) mit flüssigem Paracur (für Schafe) entwurmt.
Warum werden eigentlich Hunde und Katzen routinemäßig vorbeugend entwurmt - oft ohne Wurmbefall, ca. 1 -2 mal im Jahr - und Vögel dagegen nicht? Warum gibt es - zumindest in Deutschland - keine Präparate spez. für die best. Vogelarten? Wie ist es bei Euch in der Schweiz? Fragezeichen



Geschrieben von Susanne am 17.02.2007 um 00:18:

  Vögel - Säuger?

Zitat:
Original von Tessa
Warum werden eigentlich Hunde und Katzen routinemäßig vorbeugend entwurmt - oft ohne Wurmbefall, ca. 1 -2 mal im Jahr - und Vögel dagegen nicht? Warum gibt es - zumindest in Deutschland - keine Präparate spez. für die best. Vogelarten? Wie ist es bei Euch in der Schweiz? Fragezeichen


Liebe Tessa

Zuerst zu Katzen, Hunden. Wir haben immer sehr viele Katzen gehabt, sowie 1 Hund. - Keiner von denen hat in deren langen Leben je ein Wurmmittel gegeben.

Was Entwurmungsmittel anbetrifft. - Ich habe schon mal ein Human-Antibiotika meinem Piepser geben müssen. (Die Tropfen schon umgerechnet in ml und auf Spritze aufgezogen und ab in den Schnabel...) Es war das (von 2) Antibiotikas, bei denen die Bakterien noch nicht so resisten waren.
Es zeigt sich einfach, dass bei Vögeln in der Veterinärmedizin noch ein grosser Aufholbedarf ist. Problem bei Verdauungstrakt ist aus meiner Sicht, dass Piepser die Nahrung anders bearbeiten Zwinker (Nicht mit Säuger zu vergleichen.) Vielleicht ist das der Grund, weshalb Säuger so oft Würmer haben?

Was mich an Deiner Story irritiert, resp. an der Tierärztin: Weshalb hat sie nie ne Kotprobe genommen? Bei Krankheitszeichen ist das bei Sandmeier standard, dass dies untersucht wird.

Das sind so die spontanen Gedanken gewesen, als ich Deinen guten Beitrag las. (V.a. das Präparieren des Mittels Grins kommt mir irgendwie bekannt vor....)

Grüessli, Susanne Blumenstrauss



Geschrieben von fisch am 17.02.2007 um 08:50:

 

Hallo Tessa,

im Unterschied zu Hunden und Katzen halten sich die Vögel nicht überwiegend am Boden auf, laufen daher nicht durch Hinterlassenschaften anderer Tiere und lecken sich danach auch nicht die Füße ab.
Die Vierbeiner sind daher wesentlich gefährdeter für solche Parasiten.
Vögel, die nicht in einer Außenvoliere gehalten werden, sond eher selten betroffen - eigentlich nur, wenn sie verunreinigte Äste bekommen (welche vom Boden, wo andere Tiere raufgepieselt haben z.B.).
In einer Außenvoliere ist das Risiko etwas höher, aber trotzdem noch sehr gering im Vergleich zu den Hunden und Katzen (je nachdem wie durchlässig das Gitter für andere Vögel ist).



Geschrieben von Tessa am 17.02.2007 um 11:31:

 

@Susanne: Jetzt wo du das schreibst, fällt es mir auch auf: Ich weiß auch icht warum die Tierärztin keine Kotprobe genommen hat. Fragezeichen

Ach ja, ich hatte vergessen zu schreiben, dass bei der Wurmkur noch 5 ganze Würmer und etliche Wurmteile herauskamen, richtig schlimm, richtig eklig! Heul
Gibt es eigentlich irgendwelche Bücher zu diesem Thema???



Geschrieben von Susanne am 17.02.2007 um 12:09:

 

Liebe Tessa

Spezifisch für diese herzigen Würmchen eher kaum, also bei Papagei/Well/Nymphen.

Nothilfe für Papageien und Sittiche vom Arndt Verlag. da werde ich in einem Buch im Register "Krankheiten" verwiesen. Und sollte scheinbar bei keinem fehlen....
Betr. Krankheiten gibt also Literatur. Wie gut das Buch ist, keine Ahnung, werde mal schauen. - Der Papageienshop hat sehr gute Bücher, nur ist die Site offline. Die snd am Überarbeiten der HP.

Aber ich suche mal in Internet Grins

Grüessli, Susanne Blumenstrauss



Geschrieben von Trix am 17.02.2007 um 21:15:

 

hallo Zusammen
vielen Dank für die tollen Antworten


Diverse Züchter, mit langjähriger Vogelerfahrung, sagten mir, dass sie ihre Vögel regelmässig entwurmen würden...

Vögel, verheimlichen ja so lange es geht, dass sie sich unwohl und krank fühlen, deswegen erkennt man Wurmbefall oft erst, wenn es zu wirklichen Gesundheitlichen Problemen kommt... der Vogel wird schwach, magert ab, hat Durchfall und plustert sich, wie schon geschrieben, auf....

mein Problem ist, dass Kathis Meister im Tarnen sind...
zudem sind sie auch, wenn es ihnen gut geht, oft aufgeplustert, und haben flüssigen Kathikacka Zwinker (sie fressen ja genug Obst und co...)

es ist also schwer zu erkennen, von aussen....

ein weiterer Grund, dass ich alle entwurmen möchte ist, dass meine Kathis, wie alle Kathis, die ich kenne, mit Vergnügen an eigenem und fremden, trockenem Kot knabbern und sich also ohne weiteres anstecken könnten, falls einer befallen wäre...


Wurmbefall schwächt Vögel sehr und kann unter Umständen tödlich enden, warum also was riskieren, wenn man ungefährlich Vorbeugen könnte?


Deswegen finde ich den Tipp mit den Obst, das entwurmen kann echt gut...
Auch Papaya soll entwurmend wirken oder wie ich eben gelesen habe Oregano Baff

Leider ist es so, dass oft sehr starke Entwurmungsmittel gegeben werden, oft auch überdosiert.
Zum Beispiel Panacur scheint umstritten zu sein, da es viele Vögel nicht vertragen sollen.

deswegen sollte es schon sehr schonend sein...!



Geschrieben von Tessa am 18.02.2007 um 09:30:

 

@ Susanne: Vielen Dank für die Mühe und Hilfe Top



Geschrieben von Susanne am 18.02.2007 um 12:26:

 

Zitat:
Original von Trix
Vögel, verheimlichen ja so lange es geht, dass sie sich unwohl und krank fühlen, deswegen erkennt man Wurmbefall oft erst, wenn es zu wirklichen Gesundheitlichen Problemen kommt... der Vogel wird schwach, magert ab, hat Durchfall und plustert sich, wie schon geschrieben, auf....


Liebe Trix

Absolut korrekt. Es ist nicht nur bei Wurmbefall so, sondern bei allen Krankheiten von Vögeln. Sieht der Feind ein offensichtlich kranker Sittich/Papagei, dann ist es um den Papi geschehen. Dies ist dann eben der Grund, dass eine Krankheit so lange versteckt wird, wie nur möglich. Denn wenn es offensichtlich ist, dann steht es sehr schlecht um den Gesundheitszustand. Und z.T. auch zu spät für eine Behandlung.

Ich vermute, dass Züchter die Sachen prohylaktisch behandeln, Krankheiten, die sie in ihrer Zucht hatten oder eher öfters vorkommen.
Aber wenn Du so Massnahmen ohne Chemie sondern auf natürlicher Basis machen kannst, ist es viel cleverer, denn die Würmer werden nicht so resistent gegen die Chemie-Mittel.

Grüessl, Susanne Blumenstrauss und auch an Deine Kathi's



Geschrieben von Susanne am 18.02.2007 um 17:07:

 

Hallo

"Notfallhilfe für Papageien und Sittiche". Die Suche hat ergeben: Ich bin hier gelandet..... Grins und im Papageien-Shop.
Das Buch ist "zur Zeit vergriffen", leider. Der Arndt-Verlag hat sonst wirklich exzellente Bücher.

Grüessli, Susanne Blumenstrauss



Geschrieben von Jockele am 08.03.2007 um 11:36:

 

Um einem Wurmbefall vorzubeugen kann man eine Kur zur Stärkung des Immunstystems machen.

Dazu müßen folgende Globulis in der Apotheke bestellt werden:

Echinacea angusti-folia D6 steigert die Abwehrfunktion gegen bakterielle Erreger im Darm.

Ipcecuanha D6 wirkt auf die Schleimhäute des Darms und der Atemwege.

Abrotanum D2 gegen Wurmbefall, ändert das Darmmilieu und entzieht Parasiten die Lebensgrundlage.

Okoubaka D6 beseitigt Restgifte nach schweren Krankheiten, wirkt allgemein antgiftend.

Vier Wochen lang täglich ein Globuli ins Trinkwasser oder Obst geben. Die Kur kann halbjährlich wiederholt werden.


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